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In der Bestandsaufnahme soll die Wasserwirtschaftsverwaltung ermitteln, welchen signifikanten Belastungen die Standgewässer ausgesetzt sind und wie sich diese Belastungen auf die Standgewässer auswirken. Was unter der Signifikanz einer Belastung zu verstehen ist, erläutert das Kapitel „Bestandsaufnahme > Allgemeines“. Was gemäß Wasserrahmenrichtlinie eine Belastung selbst ist, erörtert das Kapitel „Fließgewässerbelastungen“. Die dort gegebene Begriffsbestimmung lässt sich auf Standgewässer sinngemäß übertragen, weil die Wasserrahmenrichtlinie allgemeine Anforderungen an die Belastungsermittlung bei Oberflächengewässern stellt und keinen Unterschied zwischen Fließ-, Stand- und Küstengewässern macht.

 

 
Die mecklenburg-vorpommersche Wasserwirtschaftsverwaltung fasst als Standgewässerbelastungen alle Einwirkungen auf, die der Mensch gezielt oder ungezielt unmittelbar auf Standgewässer ausübt und die Standgewässer physisch, chemisch oder physikalisch nachteilig verändern, wobei nachteilig bedeutet, dass Standgewässer sich vom natürlichen Zustand entfernen. Die folgenden Kapitel stellen dar, was die Wasserwirtschaftsverwaltung als signifikante Belastungen der Standgewässer in der Bestandsaufnahme ermittelte. Das Kapitel „punktuelle Standgewässerbelastungen“ geht vor allem auf Belastungen ein, die einmündende Fließgewässer mit den von ihnen eingetragenen anthropogenen Stofffrachten auf Standgewässer ausüben. Fließgewässer als Punktquellen zu betrachten ist ungewöhnlich, doch sind in Mecklenburg-Vorpommern Fließgewässer tatsächlich die wesentliche Quelle, aus der Stoffe punktuell in Standgewässer gelangen. Das Kapitel „diffuse Standgewässerbelastungen“ behandelt Belastungen, die vornehmlich von der Landwirtschaft diffus ausgehen, sowie interne Belastungen, die auf die Standgewässer einwirken und die von vorherigen externen Stoffeinträgen herrühren. Mengenmäßige Belastungen durch Wasserentnahmen und -zuleitungen beschreibt das Kapitel „mengenmäßige Standgewässerbelastungen“. Die Kapitel „Standgewässerabflussregulierung“ und „morphologische Standgewässerveränderungen“ stellen die Eingriffe des Menschen in das Abflussverhalten, das Ufer, das Substrat und den Grund von Standgewässern dar; dabei lassen sich eventuelle Abflussregulierungen natürlich nur an Standgewässern betrachten, die einen Abfluss haben. Das Kapitel „sonstige Belastungen“ beschreibt Belastungen, die sich nicht unter die zuvor aufgeführten Kapitel subsumieren lassen. Hinsichtlich der Bodennutzungsstrukturen, die die Richtlinie 2000/60/EG – die EU-Wasserrahmenrichtlinie – als Belastungen bezeichnet, sei auf das Kapitel „Fließgewässerbelastungen > Bodennutzungsstrukturen“ verwiesen. Begriff der Standgewässer-belastungen

 

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